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Der Experte betonte, dass es nicht das eine „richtige“ System für alle Paare gibt
Der Finanzberater Brian Page hat verraten, welche Angewohnheit die Beziehung eines Paares stärken kann, bei dem die Frau deutlich mehr verdient als der Mann.
„Meine Frau verdient etwa fünfmal so viel wie ich. Unsere Situation ist nicht einzigartig. Die Einkommensverteilung ist heute viel flexibler als noch vor einigen Jahrzehnten. In den 1970er Jahren waren Männer viel häufiger die Allein- oder Hauptverdiener in einer Familie. Heute sind Familien mit zwei Einkommen zur Norm geworden, und Frauen verdienen zunehmend mehr als ihre Partner“, schrieb er in einem Artikel für CNBC.
Natürlich habe jeder Mensch andere finanzielle Gegebenheiten, und was in einer Familie gerecht sei, funktioniere in einer anderen vielleicht nicht.
„Eine Sache ist in unserer Ehe jedoch konstant geblieben: Wir haben unser Geld immer gemeinsam verwaltet, indem wir gemeinsame Konten geführt haben – und unsere Beziehung ist dadurch stärker geworden. Was ihr gehört, gehört mir, was mir gehört, gehört ihr“, betonte er.
Nach Ansicht des Beraters lässt sich die Wirksamkeit dieses Prinzips wie folgt erklären:
- Finanzen als gemeinsame Verantwortung. Es ist wichtig, Geld so zu behandeln, wie man auch die Ehe behandelt – als gemeinsames Projekt. Bei gemeinsamen Konten müssen Sie nicht zählen, wessen Einkommen welche Ausgaben deckt. Die Forschung unterstützt diesen Ansatz. Paare, die gemeinsame Bankkonten nutzen, sind im Laufe der Zeit zufriedener mit ihrer Beziehung.
- Der Wert der unbezahlten Arbeit. Ein Großteil der Arbeit, die den Haushalt in Ordnung hält – Kinderbetreuung, Hausarbeit – wird nicht bezahlt. Das macht sie aber nicht weniger sinnvoll.
- Zeit ist wichtiger als nur Geld. Frauen haben im Durchschnitt weniger Freizeit als Männer, und sie verbringen mehr Stunden mit der Betreuung der Familie und der Führung des Haushalts, auch wenn sie mehr verdienen. Wenn ein Partner weniger Freizeit und Flexibilität hat, steigt der Frustrationspegel. Ein gerechtes Finanzsystem berücksichtigt nicht nur das Einkommen, sondern auch die gesamte Arbeit und Erholung, nicht nur das, was auf dem Lohnzettel steht.
- Jeder hat eine andere Geschichte mit Geld. Die Einstellung zu Geld wird durch finanzielle Traumata, Familientraditionen, frühere Erfahrungen und kulturelle Erwartungen geprägt. Daher gibt es kein einheitliches „richtiges“ System für alle Paare.
- Offene Diskussion über Einkommensveränderungen. Das Einkommen ist eng mit Identität, Sicherheit und Kontrolle verbunden. Es ist wichtig, das Unbehagen zu erkennen, das mit diesen Veränderungen einhergehen kann. Es lohnt sich immer, die Finanzsysteme zu überprüfen, wenn sich das Leben verändert
„Das Einkommen wird sich ändern. Karrieren werden sich ändern. Das Leben wird Überraschungen bereithalten. Was eine Ehe zusammenhält, ist die Erkenntnis, dass der Beitrag eines jeden Partners wichtig ist, unabhängig davon, was auf der Gehaltsliste steht“, so der Experte.