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Wo und wie man Brot am besten lagert und warum man es nie im Kühlschrank aufbewahren sollte
Die Frage nach der richtigen Lagerung von Brot wird selbst für erfahrene Besitzer oft zu einer Entdeckung. Die meisten Menschen legen Backwaren aus Gewohnheit in den Kühlschrank, in der Hoffnung, sie so vor Schimmel zu schützen, aber die Wissenschaft sagt: Das ist die schlechteste Art, den Geschmack und die Textur des Produkts zu erhalten. Wenn Sie die physikalischen Prozesse verstehen, die im Inneren des Fruchtfleisches ablaufen, können Sie frisches Brot viel länger genießen.
Warum man Brot nicht im Kühlschrank aufbewahren sollte
Viele Menschen halten den Kühlschrank für einen sicheren Ort für alle Lebensmittel, aber für frische Backwaren ist er die schlechteste Wahl. Der Grund liegt in einem komplexen physikalisch-chemischen Phänomen, das Fachleute als Retrogradation der Stärke bezeichnen. Anstatt die Lebensdauer des Brotes zu verlängern, lösen niedrige Temperaturen vorzeitige Alterungsmechanismen aus.
Kälte zerstört die Struktur des Brotes
Der Temperaturbereich von 0 bis +10 °C, der in den meisten Kühlräumen Standard ist, schafft kritische Bedingungen für Stärke. In dieser Umgebung beginnen die Stärkemoleküle schnell zu kristallisieren. Bei diesem Prozess wird das Wasser, das die Weichheit des Brotes ausmacht, aus den Stärkekörnern herausgedrückt. Infolgedessen verliert das Brot innerhalb eines Tages seine Elastizität und wird so trocken, rau und spröde, als ob es eine Woche lang im Freien gelegen hätte.
Noch schlimmer ist die Situation, wenn das Brot in einem Polyethylenbeutel gelagert wird. Durch den Temperaturunterschied bildet sich Kondenswasser – kleine Wassertropfen an der Innenwand des Kunststoffs. Diese Feuchtigkeit kehrt nicht in das Innere der Krume zurück, sondern verbleibt auf der Kruste, wodurch ein ideales feuchtes Milieu für Schimmelsporen entsteht. Dies führt zu einem paradoxen und unangenehmen Ergebnis: Das Brot wird innen schal und geschmacklos, während sich auf der Oberfläche viel schneller gefährliche Schimmelpilze bilden.
Wo man Brot am besten lagert
Die Wahl des Aufbewahrungsortes für Ihre Backwaren hängt von Ihren Plänen ab, ob Sie ein Brot in ein paar Tagen essen oder es eine Woche lang frisch halten wollen.
Wenn Sie das Brot in den nächsten 2 bis 4 Tagen verzehren möchten, bewahren Sie es am besten bei Zimmertemperatur auf. Das Wichtigste ist, für eine gute Luftzirkulation zu sorgen. Kraftpapiertüten oder Taschen aus natürlichem Leinen oder Baumwolle sind dafür ideal. Eine solche Verpackung lässt das Brot „atmen“, so dass sich im Inneren keine überschüssige Feuchtigkeit ansammelt und die Kruste angenehm knusprig bleibt. Bewahren Sie es an einem dunklen, trockenen Ort auf, z. B. in einem hölzernen Brotkasten oder in einem Küchenschrank, nicht in der Nähe von Spüle und Herd.
Wenn Sie Brot bis zu drei Monate aufbewahren müssen, hilft das Einfrieren bei -18 °C. Dies ist die einzige Methode, bei der der Gärungsprozess buchstäblich „eingefroren“ wird. Um das Brot richtig vorzubereiten, sollte man es in Portionen schneiden, jede Portion fest in Folie oder Lebensmittelfolie einwickeln und dann in einen luftdichten Ziplock-Beutel geben, aus dem die Luft herausgedrückt wird. So wird das Fruchtfleisch vor Fremdgeruch und Austrocknung geschützt.Damit sich das Brot nach dem Einfrieren anfühlt, als käme es gerade aus dem Ofen, sollten Sie nicht einfach warten, bis es aufgetaut ist. Am besten ist es, gefrorene Scheiben im Toaster, im Backofen oder in einer trockenen Pfanne aufzuwärmen. Bei großer Hitze wird die Stärke wieder weich, und die Backwaren erhalten ihre ursprüngliche Textur, ihr Aroma und ihren Geschmack zurück.
Was Sie niemals mit Brot machen sollten
Damit Brot möglichst lange schmackhaft und gesund bleibt, sollten Sie einige kritische Fehler vermeiden, die am häufigsten zum schnellen Verderben führen. Beim richtigen Umgang mit Backwaren geht es nicht nur darum, Geld zu sparen, sondern auch darum, jeden Bissen zu genießen.
Plastiktüte – ist die schlechteste Wahl für die Lagerung bei Zimmertemperatur. Schon nach einem Tag entsteht im Inneren ein geschlossener Raum ohne Luft, in dem das Brot anfängt, „feucht“ zu werden. Dadurch wird die Kruste schnell weich und bildet den perfekten Nährboden für Schimmel.
In der Nähe von Wärme und Feuchtigkeit lagern. Haushaltsgeräte wie Herd, Wasserkocher oder Heizkörper sind Feinde der Frische. Übermäßige Hitze führt dazu, dass die Feuchtigkeit sofort aus dem Fruchtfleisch verdampft und ein weiches Produkt innerhalb weniger Stunden in schales Paniermehl verwandelt.
Einfrieren eines ganzen Laibs. Wenn Sie ganze Brote in den Gefrierschrank legen, machen Sie sich Unannehmlichkeiten. Das wiederholte Einfrieren nach dem Auftauen zerstört schließlich die Struktur des Teigs und macht ihn geschmacklos. Viel praktischer ist es, das Brot bereits in Scheiben geschnitten einzufrieren, so dass man genau so viele Scheiben bekommt, wie man zum Frühstück braucht.
Verwenden Sie also für jeden Tag Papiertüten oder Leinensäcke. Lagern Sie es an einem trockenen und dunklen Ort.
Für die Langzeitlagerung: nur in der Tiefkühltruhe und luftdicht verpackt.
Und das Wichtigste: Geben Sie die Idee auf, Brot im Kühlschrank aufzubewahren, es sei denn, Sie wollen eine brüchige und trockene Masse essen.